Ratgeber

Strompreis Österreich 2026: Aktuelle Preise, Zusammensetzung & Spartipps

Ein österreichischer Haushalt zahlt 2026 im Schnitt 21 bis 25 ct/kWh für Strom — rund 900 Euro pro Jahr bei 3.500 kWh Verbrauch. Der Strompreis setzt sich aus Energiepreis, Netzentgelt und Steuern zusammen. Mit dem richtigen Tarif und einem Smart Meter lassen sich bis zu 300 Euro jährlich sparen.

Zwischen 21 und 25 ct/kWh zahlt ein österreichischer Haushalt im März 2026 für Strom — je nach Anbieter, Region und Tarifmodell. Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch sind das rund 750 bis 900 Euro Stromkosten. Der Preis setzt sich aus drei Blöcken zusammen: Energiepreis (~40 %), Netzentgelt (~30 %) und Steuern und Abgaben (~30 %). Die E-Control reguliert die Netzentgelte, den Energiepreis bestimmt der Markt.

Aktualisiert: März 2026 | Quellen: E-Control, Statistik Austria

Wie hoch ist der Strompreis in Österreich aktuell?

Im ersten Quartal 2026 liegt der durchschnittliche Haushaltsstrompreis in Österreich zwischen 21 und 25 ct/kWh (brutto, inkl. aller Abgaben). Das entspricht Jahreskosten von rund 750 bis 900 Euro für einen Durchschnittshaushalt mit 3.500 kWh Verbrauch.

Gegenüber dem Krisenjahr 2022 (bis zu 60 ct/kWh bei Neuabschlüssen) hat sich der Markt deutlich normalisiert. Im Vergleich zu 2025 sind die Preise weitgehend stabil, mit leichten Rückgängen bei Neuverträgen.

Wichtig: Der tatsächliche Preis hängt stark vom gewählten Tarif ab. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter in derselben Region liegen oft 5 bis 8 ct/kWh — das sind bei 3.500 kWh über 200 Euro Unterschied pro Jahr. Im E-Control Tarifkalkulator findest du den exakten Preis für deine Postleitzahl.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis auf deiner Rechnung besteht aus drei großen Blöcken. Eine detaillierte Aufschlüsselung findest du unter Strompreis Zusammensetzung.

PreisbestandteilAnteilWas steckt dahinterBeeinflussbar?
Energiepreisca. 40 %Einkaufspreis des Stroms am Großhandelsmarkt plus Aufschlag des AnbietersJa — durch Anbieterwechsel
Netzentgeltca. 30 %Kosten für Transport und Verteilung über das StromnetzNein — regionaler Monopolpreis
Steuern & Abgabenca. 30 %Elektrizitätsabgabe, Umsatzsteuer, ÖkostromförderbeitragNein — gesetzlich festgelegt

Der Energiepreis ist der einzige Bestandteil, den du direkt beeinflussen kannst — durch einen Anbieterwechsel oder die Wahl eines günstigeren Tarifmodells. Mehr dazu in der detaillierten Zusammensetzung.

Das Netzentgelt wird von deinem regionalen Netzbetreiber erhoben und von der E-Control reguliert. Es variiert stark nach Bundesland: 2026 reicht die Spanne von -9 % in Salzburg bis +16 % im Burgenland. Alle Details im Bundesland-Vergleich: Netzentgelte Österreich 2026.

Steuern und Abgaben umfassen die Elektrizitätsabgabe (1,5 ct/kWh), 20 % Umsatzsteuer und den Ökostromförderbeitrag — der 2026 rund 20 % niedriger ausfällt als im Vorjahr.

Strompreisentwicklung 2020–2026

Die letzten Jahre waren geprägt von extremen Preisschwankungen. Die folgende Übersicht zeigt die durchschnittlichen Haushaltspreise (brutto, ct/kWh) laut E-Control Marktpreis. Die ausführliche Analyse mit Großhandelspreisen ab 2015: Strompreisentwicklung Österreich.

JahrØ Strompreis (ct/kWh)Wesentliche Entwicklung
202020–22Stabiles Preisniveau vor der Energiekrise
202121–23Erste Anstiege durch steigende Gaspreise
202225–60Energiekrise: Neuverträge zeitweise über 50 ct/kWh, Bestandskunden durch Preisgarantien geschützt
202328–35Rückgang ab Jahresmitte, Strompreisbremse dämpft Kosten für Haushalte
202422–28Normalisierung, Auslaufen der Strompreisbremse (Juni 2024), Preise auf Vorkrisenniveau
202521–26Stabile Preise, erster Wettbewerb bei dynamischen Tarifen
202621–25Leicht sinkende Tendenz bei Neuverträgen, SNAP-Rabatt ab April

Der langfristige Trend zeigt: Nach dem Krisenhoch 2022/23 hat sich der Markt eingependelt. Die Großhandelspreise (EPEX Spot Austria) liegen 2026 deutlich unter dem Krisenniveau. Für Haushalte, die noch in einem teuren Krisenvertrag stecken, lohnt sich ein Anbieterwechsel besonders.

Strompreis nach Bundesland: Warum die Unterschiede?

Der Energiepreis ist österreichweit bei jedem Anbieter gleich verfügbar — die regionalen Unterschiede entstehen durch die Netzentgelte. Jedes Bundesland hat eigene Netzbetreiber mit eigenen Kostenstrukturen.

Die größten Ausreißer 2026:

  • Burgenland: +16 % bei Netzentgelten (ca. +58 €/Jahr) — hohe Investitionen für Windkrafteinspeisung
  • Tirol: +11 % (ca. +35–40 €/Jahr) — Netzausbau im alpinen Gelände
  • Salzburg: -9 % (ca. -30 €/Jahr) — Transiterlöse drücken die Kosten

Diese Unterschiede kannst du nicht durch einen Anbieterwechsel ändern. Du kannst aber den Energiepreis-Anteil optimieren — der macht immerhin 40 % deiner Rechnung aus.

Der vollständige Vergleich aller neun Bundesländer mit Tabelle und dem neuen Sonnenrabatt (SNAP): Netzentgelte Österreich 2026.

Wie kann ich meinen Strompreis senken?

Es gibt vier wirksame Hebel, um deine Stromkosten zu reduzieren — sortiert nach Einsparpotenzial:

1. Stromanbieter wechseln (bis 300 €/Jahr)

Der schnellste Weg. Der Energiepreis-Anteil (~40 % deiner Rechnung) ist frei wählbar. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter in derselben Region liegen oft über 200 Euro pro Jahr. Der Wechsel dauert wenige Minuten und ist kostenlos. Schritt-für-Schritt-Anleitung: Stromanbieter wechseln.

2. Dynamischen Stromtarif nutzen (bis 25 % Ersparnis)

Ein dynamischer Stromtarif koppelt deinen Preis an den stündlichen Börsenstrompreis. Wer Verbrauch in günstige Zeiten verlagert (Mittagssonne, Nachtstunden), spart bis zu 25 %. Voraussetzung: ein Smart Meter mit aktiviertem Opt-In. Anbieter wie Tibber machen das per App besonders einfach.

Neu ab April 2026: Der Sonnenrabatt (SNAP) bringt 20 % Rabatt auf das Netzentgelt zwischen 10 und 16 Uhr im Sommerhalbjahr — aber nur mit Smart Meter und Opt-In. Details unter Netzentgelte 2026.

3. Stromverbrauch optimieren (50–150 €/Jahr)

Energieeffiziente Geräte, bewusster Umgang mit Standby-Verbrauch und Verlagerung von Großverbrauchern in günstige Zeitfenster. Konkrete Tipps: Strom sparen. Wie viel dein Haushalt im Schnitt verbraucht und was du konkret sparen kannst: Stromkosten Haushalt.

4. PV-Eigenverbrauch maximieren

Wer eine PV-Anlage besitzt, spart mit jeder selbst verbrauchten Kilowattstunde den vollen Strompreis. Der Smart Meter hilft dabei, Erzeugung und Verbrauch optimal abzustimmen. Überschüsse können eingespeist werden — aktuelle Vergütungen unter Einspeisetarife. Auch Energiegemeinschaften bieten eine Möglichkeit, PV-Strom lokal zu teilen.

Stromanbieter vergleichen und wechseln

Der Anbieterwechsel ist der effektivste Einzelhebel gegen hohe Stromkosten. Der Energiepreis macht rund 40 % deiner Stromrechnung aus — und genau diesen Anteil bestimmst du selbst durch deine Tarifwahl.

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Häufige Fragen zum Strompreis in Österreich

Wie hoch ist der Strompreis in Österreich 2026?

Im März 2026 liegt der durchschnittliche Haushaltsstrompreis zwischen 21 und 25 ct/kWh (brutto). Das ergibt bei einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh Jahreskosten von rund 750 bis 900 Euro. Der genaue Preis hängt vom Anbieter, Tarif und Bundesland ab.

Aus welchen Teilen setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis besteht aus drei Blöcken: Energiepreis (ca. 40 %), Netzentgelt (ca. 30 %) und Steuern und Abgaben (ca. 30 %). Nur den Energiepreis kannst du durch einen Anbieterwechsel beeinflussen. Netzentgelte und Steuern sind reguliert.

Warum ist der Strompreis je Bundesland unterschiedlich?

Die Unterschiede entstehen durch die Netzentgelte. Jedes Bundesland hat eigene Netzbetreiber mit unterschiedlichen Kostenstrukturen. Der Energiepreis-Anteil ist dagegen bundesweit bei allen Anbietern frei wählbar. 2026 reicht die Spanne bei den Netzentgelten von -9 % in Salzburg bis +16 % im Burgenland.

Kann ich meinen Strompreis durch einen Anbieterwechsel senken?

Ja — allerdings nur den Energiepreis-Anteil (ca. 40 % der Rechnung). Netzentgelte und Steuern bleiben gleich. Trotzdem sind Einsparungen von 100 bis 300 Euro pro Jahr realistisch. Der Wechsel ist kostenlos und dauert wenige Minuten.

Was ist der Sonnenrabatt (SNAP) 2026?

Ab April 2026 gilt der Sommer-Nieder-Arbeitspreis (SNAP): 20 % Rabatt auf den Netzarbeitspreis, täglich von 10 bis 16 Uhr, von April bis September. Voraussetzung ist ein Smart Meter mit aktivierter Viertelstundenmessung (Opt-In). Der Rabatt wird automatisch verrechnet.

Wird der Strompreis 2026 steigen oder sinken?

Die Großhandelspreise sind 2026 auf einem stabilen, moderaten Niveau. Bei Neuverträgen sinken die Preise tendenziell leicht. Die Netzentgelte steigen im Schnitt um 1,1 %, mit starken regionalen Unterschieden. Insgesamt ist 2026 ein guter Zeitpunkt für einen Tarifwechsel.